Brandbekämpfung mit F-500 EA nach Brandart

Neue Wege beim Löschen von Schadfeuer

Brandbekämpfung fester organischer brennbarer Stoffe beim Entstehungsbrand

Brandbekämpfung fester organischer brennbarer Stoffe beim Entstehungsbrand

Schützen mit F-500 EA Feuerlöschern

Entstehungsbrände sind dadurch gekennzeichnet, dass eine Feuererscheinung spontan erkannt wird.

Personen, die in diesem Augenblick einen Feuerlöscher zur Verfügung haben können sofort in der ersten Minute des Brandes eingreifen und das Feuer löschen.
Sollte das Feuer bereits um sich gegriffen haben und Erstmaßnahmen nicht mehr möglich sind, müssen Personen zu ihrem eigenen Schutz den Brandraum verlassen und die Feuerwehr rufen.

Brandbekämpfung fester organischer brennbarer Stoffe im Innenangriff

Brandbekämpfung fester organischer brennbarer Stoffe im Innenangriff

Verbesserte Sicht im Brandraum

Der Innenangriff durch die Feuerwehr mit F-500 EA-Wasser-Gemisch erfolgt analog dem mit Wasser ohne Zusatzmittel. Von dem bekannten Vorgehen beim Betreten eines Brandraums (Tür-Check, Temperatur-Check, Rauchkühlung) wird nicht abgewichen! Bestehende Standard-Einsatz-Regeln sind unbedingt einzuhalten!

Danach erfolgt der direkte, gerade Sprühstoß auf den Brandherd. Bei Verwendung von unseren mittlerweile weit verbreiteten eigenen F-500 AWG Venturi-Hohlstrahlrohren oder bei genormten Hohlstrahlrohren mit einem Strahlwinkel von 10 Grad bis 20 Grad. So wird eine initiale Wirkung erreicht und der Brand vollständig gelöscht.

Die eingesetzten Kräfte werden feststellen können, dass der bei der Rauchkühlung und Brandbekämpfung entstehende Wasserdampf deutlich kühler ist. Durch die Eigenschaft der Einkapselung von Rauchgasen- und -partikeln verbessert sich die Sicht im Brandraum deutlich – gegenüber einem Vorgehen mit purem Löschwasser. Die Sicherheit der eingesetzten Kräfte wird deutlich erhöht und die eigentliche Brandbekämpfung erleichtert.

F-500 EA wird bei Bränden von festen organischen brennbaren Stoffen (Brandklasse A) mit einem Anteil von 0,1 Prozent bis 1 Prozent im Löschmittelgemisch eingesetzt.

Brandbekämpfung fester organischer brennbarer Stoffe im Außenangriff

Brandbekämpfung fester organischer brennbarer Stoffe im Außenangriff

Intensiver Löschangriff für schnellen Erfolg

Das Löschen von Bränden fester organischer brennbarer Stoffe (Brandklasse A) mit einem F-500 EA-Wasser-Gemisch ist dem Löschen mit purem Wasser sehr ähnlich. Je aggressiver der Löschangriff stattfindet, umso schneller wird der gewünschte Löscherfolg erzielt.
Die empfohlene Anwendungstechnik ist zunächst der direkte, gerade Sprühstoß auf den Brandherd. Bei Verwendung von mittlerweile weit verbreiteten eigenen F-500 AWG Venturi-Hohlstrahlrohren oder bei genormten Hohlstrahlrohren mit einem Strahlwinkel von 10 Grad bis 20 Grad. So wird eine initiale Wirkung erreicht.

Durch diese primäre Löschmaßnahme wird die Rauchentwicklung (in aller Regel) schlagartig reduziert. Durch die Einkapselung der Rauchgase und Rauchpartikel werden die Sichtverhältnisse für die Einsatzkräfte deutlich verbessert.

Unmittelbar nach dem Erkennen des ersten Löscherfolgs kann eine Annäherung an den Brandherd erfolgen. Währenddessen wird eine weiter gefächerte Bekämpfung der gesamten brennenden Fläche sowie des näheren Umfelds des Feuers, mit kreisenden Bewegungen unserer F-500 AWG Venturi-Hohlstrahlrohre oder einem genormten Hohlstrahlrohr mit Strahlwinkel von 45 Grad umgesetzt. Je schneller das F-500 EA-Wasser-Gemisch auf den gesamten Bereich des Brandherds und die nähere Umgebung aufgetragen wird, desto schneller wird das Brandgut gekühlt und damit das Feuer gelöscht.

Brennen kompakte feste Stoffe (z. B. Stroh-, Heu-, Papierballen, in Ballen gepresste Kunststoff- und sonstige Abfälle), wird zunächst die Oberfläche der Ballen mit dem F-500 EA-Wasser-Gemisch mittels Sprühstrahl gelöscht. Das Innere der Ballen kann daraufhin mittels einer gebräuchliche Löschlanze, unter Anwendung der üblichen Löschtechnik, mit dem F-500 EA-Wasser-Gemisch aufgebracht werden.

F-500 EA wird bei Bränden von festen organischen brennbaren Stoffen (Brandklasse A) mit einem Anteil von 0,1 Prozent bis 1 Prozent im Löschmittelgemisch eingesetzt.

Brandbekämpfung bei brennenden polaren und unpolaren Flüssigkeiten

Brandbekämpfung bei brennenden polaren und unpolaren Flüssigkeiten

Optimale Löschwirkung durch intensive Vermischung

F-500 EA löscht Flüssigkeitsbrände durch die Kombination aus schnellem Wärmeentzug und Einkapselung der brennbaren Flüssigkeit, der brennbaren Dämpfe und der freien Radikale.

F-500 EA ist kein Schaummittel und wird nicht über Schaumrohre abgegeben. Es ist nicht Ziel des Löschangriffs, eine brennende Flüssigkeit zu bedecken.

Der optimale Löscherfolg wird erzielt, wenn das F-500 EA-Wasser-Gemisch aggressiv mittels Sprühstrahl (45 Grad Strahlwinkel an unseren F-500 AWG Venturi-Hohlstrahlrohren oder am genormten Hohlstrahlrohr) und kreisenden Bewegungen des Strahlrohrs auf- bzw. in die brennende Flüssigkeit eingetragen wird. Je intensiver die Vermischung des F-500 EA-Wasser-Gemischs mit der Oberfläche der brennenden Flüssigkeit stattfindet, desto schneller wird diese eingekapselt, gleichzeitig gekühlt und dadurch gelöscht. Der Einsatz von Vollstrahl während des Löschangriffs ist zu vermeiden, da dies zu längeren Löschzeiten führen kann. 

Nachdem das Feuer gelöscht ist kann das weitere Vermischen mit dem F-500 EA-Wasser-Gemisch mittels Vollstrahl erfolgen. Damit werden das Einkapseln sowie die daraus resultierende Inertisierung der brennbaren Flüssigkeit vervollständigt. Ist die Flüssigkeit inertisiert (Empfehlung: fortlaufende Kontrolle mit einem Ex-Messgerät), können Reinigungs- und Entsorgungsarbeiten ohne weitere Gefahr einer erneuten Entzündung durchgeführt werden.

F-500 EA wird bei Flüssigkeitsbränden (Brandklasse B) mit einem Anteil von 3 Prozent im Löschmittelgemisch eingesetzt.

Inertisierung ausgelaufener brennbarer Flüssigkeiten

Inertisierung ausgelaufener brennbarer Flüssigkeiten

Emulsionsbildung gegen brennbare Dämpfe

Bei einer Anwendung in einem korrekten Verhältnis können ausgelaufene Flüssigkeiten, z. B. Betriebsstoffe, Hydrauliköle sowie zahlreiche andere brennbare Kohlenwasserstoffe/Chemikalien, mit einem F-500 EA-Wasser-Gemisch auf Dauer inertisiert werden. Dabei müssen mindestens fünf Teile 3 prozentiges F-500 EA-Wasser-Gemisch auf einen Teil ausgelaufene Flüssigkeit verwendet und intensiv mit diesem vermischt werden. Die durch Vermischung entstehende stabile Emulsion gibt keine nennenswert brennbaren Dämpfe mehr ab. Die Wirkung ist umso effektiver je niedriger der Dampfdruck der brennbaren Flüssigkeit ist. Zur Sicherheit ist die Zündgefahr mit einem Explosionsschutzgerät zu kontrollieren. Die Sicherheit der eingesetzten Kräfte erhöht sich deutlich – z. Bsp. bei Rettungsarbeiten nach einem Verkehrsunfall. Die weitere Handhabung (Aufnahme und Entsorgung des Gemischs) wird dadurch erleichtert.

Bei der Entsorgung der durch F-500 EA erzeugten inerten Emulsionen sind die gültigen Rechtsverordnungen und Vorschriften einzuhalten.

Brandbekämpfung brennbarer Gase

Brandbekämpfung brennbarer Gase

Gaszufuhr schnellstens unterbinden und Umgebung durch Kühlung schützen 

Brennbare Gase löscht man normalerweise nicht. Man schützt durch Kühlung die Umgebung und unterbindet die Gaszufuhr so schnell es möglich ist.

Nur wenn nach einem Ablöschen der Gasflamme sichergestellt ist, dass die Gaszufuhr sofort unterbunden werden kann, darf mit F-500 EA-Wasser-Gemisch und der herkömmlichen Löschtechnik die Flamme gelöscht werden! Zu beachten ist dabei, dass häufig das Gas unter Druck steht, laute Ausströmgeräusche bestehen und Rückzündungsgefahr besteht. Ansonsten wirkt zur Kühlung der Umgebung der bis zu dreimal so hohe Kühleffekt von F-500 EA gegenüber der Anwendung von Wasser ohne Zusatz.

Brandbekämpfung bei Leichtmetallbränden wie Aluminium oder Magnesium

Brandbekämpfung bei Leichtmetallbränden wie Aluminium oder Magnesium

Sprühstrahlnebel schafft Kühlung

Mit F-500 EA-Wasser-Gemisch können brennende Metalle wie Magnesium, Titan, Zirkonium (in Form von Spänen und Formstücken) gelöscht werden.

Metallbrände werden mit einem 3 prozentigen F-500 EA-Wasser-Gemisch gelöscht. Dazu wird der Brand zunächst indirekt mit dem Nebel des Sprühstrahls bekämpft. Mit einem kurzen Aufflammen muss gerechnet werden. Abhängig von der Größe des Brandes wird das brennende Metall anschließend bei geringem konstantem Druck mittels Sprühstrahl solange gekühlt, bis die Temperaturen unterhalb der Zündtemperatur liegen und so eine Wiederentzündung nicht mehr möglich ist.

Beachte: Metallbrände dürfen niemals mit direktem scharfem Strahl (Vollstrahl) bekämpft werden. Alkalimetalle wie z. B. Natrium können mit F-500 EA nicht gelöscht werden!

Brandbekämpfung bei einem Fettbrand

Brandbekämpfung bei einem Fettbrand

Wassernebeltechnologie beim F-500 EA Fettbrandlöscher nutzen

Um eine sogenannte Fettexplosion zu vermeiden darf bei einem Fettbrand niemals mit einem scharfen Wasserstrahl gelöscht werden. Bei Fettbränden ist, wenn möglich, der Zutritt von Luft (Sauerstoff) zum Fett zu verhindern. Dies kann durch Abdecken des mit dem brennenden Fett gefüllten Gefäßes geschehen (z. B. mit einem Deckel oder einer Löschdecke).

Eine alternative Möglichkeit – ohne sich der Gefahr einer Verbrennung auszusetzen – ist der Einsatz unseres 6 Liter Wassernebellöschers WA 6 RC F-500EA. Er ist als Fettbrandlöscher für die Brandklasse F (und für die Brandklasse A) geeignet und entsprechend zugelassen. Fettbrände werden bei Einsatz durch Feuerwehren mit einem 3 prozentigen F-500 EA-Wasser-Gemisch über unsere F-500 AWG Turbospritze VENTURI 75-C oder ein genormten Hohlstrahlrohr mit feinem Sprühstrahl im Schnellangriff gelöscht.  

Ziel ist das brennende Fett zu kühlen, zu löschen und ein Wieder-Entzünden zu verhindern. Hier wirkt sich infolge der Emulsionsbildung der sogenannte Safe-Effekt (Einkapselung) aus.

Brandbekämpfung bei brennenden und reagierenden Lithium-Ionen-Batterien

Brandbekämpfung bei brennenden und reagierenden Lithium-Ionen-Batterien

Das wirksame Löschmittel für Akkubrände

Die Reaktion von Lithium-Ionen-Batterien wird mit Sprühstrahl und einer 1 prozentigen Zumischung von F-500 EA zum Wasser bekämpft. Aufgrund der Reaktionsgefahr der einzelnen Batterieelemente ist in der Anfangsphase der Brandbekämpfung Deckung zu suchen und Abstand einzuhalten.

Beim Löschen brennender und reagierender Lithium-Ionen-Batterien mit F-500 EA entfaltet sich eine große Kühlwirkung. Die teilweise noch vorherrschende Meinung, dass viel Wasser ausreichend ist, um diese Akkus zu löschen, stimmt nur bedingt. Experten warnen vor einem schnellen Wiederentzünden, da die Reaktionsenergie, der sich im Kurzschluss-Modus befindlichen Batterien, allein mit Wasser nicht nachhaltig gelöscht werden kann. Im Einsatz befindliche Freiwillige Feuerwehren, die in der Regel über Löschwasserbehälter begrenzter Größe verfügen, gelangen bereits nach kurzer Zeit an das Ende ihrer Löschkapazitäten.

Anders beim Löschen mit einem F-500 EA-Wasser-Gemisch: Wie zahlreiche Praxiserfahrungen aufzeigen, verfügt das Löschmittel über eine sehr hohe Kühlleistung und kann auf diese Weise, schon bei einem geringen Material- und Ressourceneinsatz die entstehenden Gefahren wirkungsvoll bekämpfen, so dass die Selbsterhitzung der Batteriezellen gestoppt wird und damit auch die Brandausbreitung durch Durchzündung und Explosion benachbarter Zellen (Kettenreaktion =Thermal Runaway). Durch ein schnelles Löschen werden auch die durch die Brandreaktion bedingten Mengen ätzender und giftiger Schadstoffe wie z. B. Flusssäure verringert und die Brandausbreitung in Folge des Thermal Runaways gestoppt. Eine Rückzündung der Batterie nach dem Löschen wird drastisch vermindert und damit die Sicherheit für den Löschenden maximal gewährleitet.

Übersichtsmatrix

Zuordnungstabelle Brennbare Stoffe und geeignetes Löschmittel

F-500 EA Schaummittel Wasser ohne Zusatz Netzmittel Pulver PG, P, PM
Feste organische brennbare Stoffe xxxxx x xxx xxx PG
Spezielle feste organische brennbare Stoffe xxxxx x xxx xxxx PG 1)
Brennbare polare und unpolare Flüssigkeiten xxx 3) xxx 4) x 2) P 5)
Brennbare Gase xx 6) P 6)
Leichtmetallbrände xx 7) x 7) x 7) PM
Fettbrände xxxxx 7)
Brennende und reagierende Lithium-Ionen Batterien xxxx x x

1) Auf Gefahr der Staubexplosion achten
2) Sprühnebel
3) Sprühstrahl, Flüssigkeit mit Sprühstrahl verwirbeln
4) Zerstörung von Schaum und Wasserhalbzeit beachten
5) Gefahr der Rückzündung beachten
6) nur wenn Gasaustritt nach dem Löschen fort verhindert werden kann
7) ohne Druck möglichst als Wassernebel aufbringen

xxxxx = bestes Ergebnis

Wo kann F-500 EA eingesetzt werden?

Übersicht der Einsatzbereiche von F-500 EA

Unterscheidung F-500 EA von anderen Löschmitteln

Die nächste Evolutionsstufe in der Brandbekämpfung


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Steckbrief F-500 EA

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